DIE GEOLOGIE DES TERROIRS

 

Die Großlage Überetsch

Vor etwa 20.000 Jahren kam es zum letzten und bedeutendsten Eisvorstoß der Würm-Eiszeit. Es bildete sich ein geschlossenes Eisstromnetz und nur die höchsten Gipfel wie der Roen ragten aus der Eisdecke.

Durch das langsam fließende Eis erhielt das gesamte Überetsch das typische Muster eines glazial überformten eiszeitlichen Talbodens.

Dabei kam es zur massiven Ablagerung von Lockersedimenten. Die teilweise von Grundmoränen überdeckten Talschotter wurden zu langestreckten Rücken geformt, welche alle streng in die Strömungsrichtung des Eises eingelagert sind. Es sind diese sanften, hangparallelen Rücken, welche die natürliche terrassenförmige Weinlandschaft prägen.

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Die Kleinlage Unterrain

Der Corahof befindet sich gleich unterhalb der Geländeterrasse von Missian - diese Terrasse bildet die Grenze zwischen den permischen Vulkaniten (roter Porphyr, 400 Mio. Jahre alt) und dem darüber liegenden Mendel - Mesozoikum (weißes Kalkgestein, Meeresablagerungen und Riffkalke).

Vor ca. 15.000 Jahren beginnt der Eisrückzug der letzten Eiszeit, dabei teilt sich die Gletscherzunge in Etschgletscher und Kalterer Zunge auf.

Beim Corahof bildet sich ein großer Gletschersee mit der entsprechend großflächigen Ablagerung von feinem Sand. Bei einem erneuten Vorstoß der Eismassen werden die Sande extrem gepresst, diese überkonsolidierten Sande, im Volksmund „Kampferde“ genannt, sind sehr hart und schwer zu bearbeiten.

Diese einzigartigen Eiszeitsedimente, die nach Süd Ost gerichtete Hangneigung mit intensiver Sonneneinstrahlung von den frühen Morgenstunden an sowie kühle, abendliche Fallwinde bilden ideale Voraussetzungen für das Gedeihen der Cora Weine.